Schnaps & Gesetz

Einen guten Ruf genießt die hohe Qualität von Destillaten innerhalb und außerhalb von Europa. Überlieferte, traditionelle Herstellungsverfahren, gepaart mit neuen Technologien verhalfen diesen Produkten zu einem hohen Ansehen am Markt.

Zur besseren Information des Verbrauchers regelt die Europäische Union durch einheitliche Vorschriften und Begriffsbestimmungen den gemeinsamen Markt der Spirituosen.

Schnaps ist gleich Brand

Das Wort Schnaps stammt aus dem Mittelalter und heißt so viel wie schlucken. Er wird aus vergorener Maische gebrannt, und ist ein fast weltweit geläufiger Begriff.
Der Großteil der Konsumenten kommt in Tirol zum bäuerlichen Brenner, um Schnaps zu kaufen.

Allerdings darf der Brenner keinen Schnaps, sondern „nur" einen Apfelbrand, Zwetschkenbrand, Vogelbeerbrand usw. verkaufen.
Der Brenner muss die gebrannte Frucht oder Wurzel vor dem Wort " ...brand" auf dem Etikett anführen. (Wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel, was die Sache noch einmal verkompliziert.)

Information

Der bäuerliche Brenner kann zusätzlich noch das Wort Schnaps am Etikett anführen. So kommt es in Tirol zu der paradoxen Situation, dass viele Einheimische und Gäste vom Brenner einen guten Schnaps erwarten, aber nur selten nach einem Edelbrand fragen.

Der Bauer verkauft aber immer einen "...brand", entsprechend der gestetzlichen Vorschrift.

Gott sei Dank verbindet der Verbraucher erfahrungsgemäß Schnaps mit dem traditionellen, bäuerlichen, aus Maische gebrannten Destillat, und nicht zwangsläufig mit einem Fusel (schlechte Qualität).

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